Hallo,

vergangenes Wochenende war ich mit meiner Frau und meiner Schwester bei euch zu Gast. Ich möchte mich nun auf diesem Weg nochmal für die wunderbare (viel zu kurze) Zeit bedanken! Es waren für mich wirklich gesegnete Tage. Ich durfte nette Gespräche führen, hatte eine super Zeit mit meiner Schwester, so wie schon lange nicht mehr und auch die Zeit mit meiner Frau war wunderbar. Besonders die Sessions im Gebetsraum waren eine Bereicherung für mich und ich konnte dort vor Gott kommen, so wie ich es schon lange nicht mehr tun konnte.

„Am meisten hat mich eurer ehrlicher, gewaltiger, tiefer Glaube begeistert.“

Ich selbst bin durch und durch evangelisch aufgewachsen und studiere evangelische Theologie. Dort ist man nicht immer liebevoll im Umgang mit katholischen Brüdern und Schwestern in Glauben. Auch wenn ich selbst nie schlecht über Katholiken gesprochen habe, so habt ihr mich trotzdem eine tiefe Demut gelehrt. Es ist nicht unsere Konfession oder unsere Form, die wir wählen, die uns zum richtigen Christen macht. Es ist unser Herz und dieses brennende Herz, diese Leidenschaft für unseren Herrn Jesus Christus habe ich bei euch gesehen und erlebt.
Besonders der Heilungsabend  hat mich tief berührt. Ihr wisst sicher, dass die evangelische Lehrmeinung über das Abendmahl doch Unterschiede zur katholischen aufweist (auch wenn wahrscheinlich beide Meinungen nicht die Wirklichkeit des Abendmahls im Ganzen erfassen können). Ich habe immer wieder in meinem Leben Engel gesehen oder um ihre Anwesenheit gewusst. Etwas anderes nehme ich aus der nicht sichtbaren Welt nur sehr selten war.

„Als aber an diesem Abend die Hostie hereingetragen wurde und in das Tabernakel gestellt wurde, habe ich wie vielleicht noch nie um die Anwesenheit Jesu Chrsti, den gekreuzigten, gestorbenen, begrabenen und wieder auferstandenen gewusst.“

Es war für mich faszinierend, befremdlich und doch so richtig. Ich hoffe auf eine nahe Zukunft, in welcher wir gemeinsam das Mahl des Herrn feiern können und auch in den Sakramenten eine Einheit zwischen uns sein darf, durch Jesus Christus unseren Herrn.

Ich möchte euch danken, dass ihr mir diese gute, erbauliche und stärkende Zeit ermöglicht habt und ich möchte euch danken, dass ihr mich diese Demut gelehrt und euren wahren, ehrlichen Glauben gezeigt habt.
Es wäre schön, wenn wir eines Tages wieder in euer schönes und gastfreundliches Haus schauen und eure Gemeinschaft teilen dürften.

Liebe Grüße aus Deutschland, Tübingen
Gottes Segen!
Lukas